Informationen zum gemeindlichen Glückwunschwesen

Aus aktuellem Anlass informieren wir hiermit nochmals über das gemeindliche Glückwunschwesen.

Durch Einführung des Bundesmeldegesetzes im November 2015 kam es zu Neuerungen hinsichtlich der gemeindlichen Glückwünsche an Alters- und Ehejubilare. Bis zur Einführung des neuen Gesetzes ließ es sich Bürgermeister Ralf Orth nicht nehmen, den Philippsthalern Bürgern ab ihrem 70. Lebensjahr jährlich zum Geburtstag zu gratulieren. Durch das neue Bundesmeldegesetz ist dies leider nur noch im 5-Jahres-Takt möglich.

Der Grund sind strengere Vorschriften im Datenschutz. Laut § 50 des neuen Bundesmeldegesetzes darf die Meldebehörde Daten von Altersjubiläen auf Anfrage - auch auf Anfrage von Mandatsträgern wie dem Bürgermeister - nur noch zum 70. Geburtstag und danach alle fünf Jahre übermitteln. Erreicht der Jubilar das stolze 100. Lebensjahr, ist wieder die jährliche Gratulation möglich. Bei Ehejubiläen dürfen die Daten bereits ab der Goldenen Hochzeit übermittelt werden.

Die Bürgerinnen und Bürger, die eine Übermittlungssperre für Alters- und Ehejubiläen eintragen lassen haben, werden nicht übermittelt. Das heißt, sie werden wie bisher nicht in der Hersfelder Zeitung und der Philippsthaler Rundschau veröffentlicht. Sie erhalten aber auch keine Glückwunschkarte und keinen Besuch des Bürgermeisters mehr, da ihre Daten durch die Sperre nicht mehr an den Bürgermeister bzw. das Vorzimmer des Bürgermeisters weitergegeben werden dürfen.

Alle Jubilare, die keine Sperre haben eintragen lassen, werden weiterhin in der Philippsthaler Rundschau und der Hersfelder Zeitung veröffentlicht und erhalten ab dem 75. Geburtstag Besuch vom Bürgermeister oder einem Vertreter. Ab dem 95. Geburtstag sowie ab der Diamantanen Hochzeit wird der Bürgermeister bei seinem Besuch von einem Vertreter des Landkreises begleitet. Zum 70. Geburtstag erhalten die Jubilare eine Glückwunschkarte und werden ebenfalls veröffentlicht.

"So sehr ich Verbesserungen im Datenschutz begrüße, dass ich den Philippsthaler Senioren nun nicht mehr jährlich meine Glückwünsche übermitteln kann, bedauere ich sehr. Die Gratulation ist eine Anerkennung der Lebensleistung unserer Bürger und die würde ich gerne weiterhin Jahr für Jahr zum Ausdruck bringen. Ich kann hier nur um Verständnis bitten, denn das Gesetz kann ich natürlich auch als Bürgermeister nicht umgehen", erklärt Bürgermeister Ralf Orth. Auch wenn die jährliche Geburtstagskarte, außer zu den genannten „runden“ Geburtstagen“, nun ausbleiben muss, hegt der Rathauschef große Wertschätzung für die Jubilare.

Es haben natürlich alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin die Möglichkeit, eine Übermittlungssperre für ihre Daten zu beantragen. Den Antrag kann man ganz einfach unter Vorlage eines Ausweisdokumentes zu den Öffnungszeiten des Bürgerservicebüros im Rathaus stellen. Hier kann man auch nachfragen, wenn man nicht mehr sicher ist, ob man bereits eine Übermittlungssperre eintragen lassen hat oder nicht.

Philippsthal (Werra), 26.01.2018

Der Gemeindevorstand

Ralf Orth
Bürgermeister